Leuchtfeuer

Nebelschwaden ziehen,
In Ferne übers Meer,
Leuchtfeuer hell brennen,
Sicht fällt dennoch schwer.

Was liegt dort tief verborgen,
Im Grau, Unendlichkeit,
Schluckt Farben, Ängste, Sorgen,
Von Weltlichkeit befreit.

Horch! Das Wehen dieser Ferne,
Ruft hin zum stillen Strand,
Dass man doch dorthin käme,
Und alles nun erkannt.

Es bäumt sich auf im Toben,
Die See so ungestüm,
Verschwommen unten oben,
Erwacht ein Ungetüm.

Das Herz kann es nicht Fassen,
Sinn wahnsinnig berauscht,
Steht still dort gleich verlassen,
Lausch wie das Meer leis rauscht.

Nebelschwaden ziehen,
In Ferne übers Meer,
Leuchtfeuer erloschen,
Sicht wog doch zu schwer.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Pixeltanz

Nur noch Pixel sehen,
Irgendwo am and’ren Ort,
Nicht mehr wirklich bei dir stehen,
Laptop zu und du bist fort.

Verloren in der Ferne,
Zwischen Webcamkonferenzen,
Säh wieder gerne, wie deine Augen wirklich glänzen,
Will wieder hören, wie deine Stimme freudig klingt,
Wie jeder Ton die Welt besingt,
Das Dunkel will zerstören.

Der Laptop aus, der Raum so leer,
Ein Spiegel meiner Seele,
Das alles liegt vor mir so schwer,
Ob dir ich auch wohl fehle?

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Frühlingsaufgang

Sonnenstrahlen fallen auf dein Haupt,
Deine Augen klare Sterne,
Hast dem Moment die Zeit geraubt,
Hier über der Stadt in weiter Ferne,
Singen Vögel freud’ge Lieder,
Sprießen Blumen wieder auf,
Legt Licht sich zaubernd neider,
Nimmt der Frühling seinen Lauf.

Letzte Dunkelheit ist bald vertrieben,
Deine Augen voll von Leben,
Erste Triebe friedlich wiegen,
Alles will zum Lichte streben.
Leierspiel und Harfenklänge,
Auf der weiten Flur erklingen,
Singen frohste Lobgesänge,
Ein Lied klingt an in allen Dingen.

Sonne versprüht voll Wärme Licht,
Deine Augen voll von Tränen,
Weil Leben wieder Dunkel bricht,
Blumen sprießen wie Fontänen,
So dirngt ihr Duft durchs tiefe Tal,
Macht lebendig was danieder lag,
Die Hänge sind nicht länger kahl,
An diesem ersten Frühlingstag.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Mondaufgang

Deine Augen voll von Licht,
Der Moment mystisch aufgeladen,
Schweig, zerstör ihn nicht,
Sonst verlier ich schell den Faden.

Ein Moment der Stille,
Zwischen all der lauten Welt,
Gerade svhweigt mein Wille,
Weil er durch dich genug erhält.

Wind streift leise Bäume,
Während wir in Ewigkeit aufgehn,
Mal in dich meine Träume,
Will dich jetzt ständig bei mir sehn.

Sehnsüchtig doch befriedet,
Scheint dieser magische Moment,
In meinem Herzen Freude siedet,
Wenn ich mich zu dir wend.

Der Mond ist aufgegangen,
Über uns sein schöner Schein,
In dem Moment hab ich angefangen,
In dich verliebt zu sein.

© Niss-Jannes Jargstorff

Gehnde Schönheit

Deine Augen treffen mich,
Sind fast gebrochen,
Grau einen Moment verblich,
Als sie mich angesprochen.

Zerbrechlich schön gegangen,
Zeitlich nun zerschlagen,
So nimmst du mich gefangen,
Was bleibt sind deine Fragen,
Sehnsucht und stilles Verlangen,
Dich nochmal zu wagen.

Freudige Erinnerung an Nähe,
Die mein Herz gefangen nimmt,
Wenn ich dich jetzt hier so sehe,
Und mein Herz immer weiter glimmt.

Deine Schönheit, erst im Gehen,
Hab ich sie erkannt,
Wollt du bliebest etwas stehen,
Von dir noch voll gebannt,
Wirst du in der Zeit verwehen,
Hält der Moment ihr stand.

So bist du weg, im Herz präsent,
Auf ungewisse Zeiten,
Doch ich mich gerne rückwärts wend,
Wenn Liebe will mich leiten.

© Niss-Jannes Jargstorff

Rote Dächer

Ein Moment die Wirklichkeit verlieren,
Graue Gassen froh maskieren,
Noch einmal einen Blick riskieren.

Stille zwischen uns nur diese Blicke,
In welche ich mein Herz verstricke,
Weil ich immerzu einknicke vor dir,
Vor deiner Augen höchsten Zier,
In der ich mich zu gern verlier.

Ein Moment voll warmen Licht,
An einem Abend doch so schlicht,
Aber ich vergess ihn sicher nicht.

Abendrot hat die Stadt warm gemalt,
Dein Lächeln in mein Herz gestrahlt,
Der Moment so unbezahlt geblieben,
Tiefrot in mein Herz geschrieben,
Nun bliebe nur noch dich zu lieben.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Unbekanntes Bekennen

Dein Gesicht eingebrannt,
Tief in mein Gewissen,
Du noch unbekannt,
Und hast doch alles umgeschmissen.

Bist du Liebe oder Schwarm,
Unter all der Leere,
Bist du angenehme Kälte oder warm,
Bist du Freiheit oder Schwere,
Weiß nicht warum ich zu dir kam.

Dein Gesicht eingebrannt,
Tief in meine Träume,
Du noch unbekannt,
Und doch ich Mauern vor dir räume.

Bist du böse oder gut,
Unter all dem bösen Feind,
Machst du Verzweiflung oder Mut,
Wenn mein Herz den Moment beweint,
In dem das alles bei dir ruht.

Dein Gesicht eingebrannt,
Ganz tief und fest in meinem Herzen,
Du manchmal so unbekannt,
Und deshalb noch so voller Schmerzen,
Liebe hab ich’s schnell genannt,
Obwohl Momente Hoffnung schwärzen,
Hat sich mein Herz zu dir bekannt,
Bist so nicht mehr nur unbekannt.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Buntes Dunkel

Deine Lider liegen leicht,
In meinen Gedankenwirren,
Freu mich immer wieder,
Wenn Angst deiner Hoffnung weicht.

Deine Worte schallen laut,
In all mein stilles dir Gedenken,
Weil ich ihn’ Leibe horte,
Hat mein Herz auf sie geschaut.

Deine Arme fangen auf,
Was mein Leib nicht tragen kann,
Bringen mich zu dir, ins Warme,
Auf dass mein Herz sich nicht verlauf.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Zwischenraum

Deine Schönheit liegt verborgen,
Zwischen all dem Schutt der Welt,
Durch den dein helles Lächeln,
Seinen ganzen Glanz erhält.

Deine Worte bauen feste Wege,
Zwischen dem, was sich bewegt,
Bei dem mein Herz oft untergeht,
Doch sich bei dir zur Ruhe legt.

Deine Augen schreiben Träume,
Zwischen all der Nichtigkeit,
Wenn dein Blick, von Güte voll,
Mich doch ewig richtig leit.

Dein Lied erklingt voll Wärme,
Zwischen all dem kalten Treiben,
Sodass ich merk in diesen Zeiten,
Will doch immer bei dir bleiben.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Laute Wangen

Deine Wangen glänzen laut,
Während deine Augen lachen,
Mein Herz eine Heimat baut,
Wenn deine Worte Wärme machen.

Du in mein Leben eingestiegen,
Laut, naiv und voller Sinn,
Wenn wir beieinander liegen,
Ist dies jenseits von Gewinn.

Deine Blicke treue Freude,
Doch ganz anders, aber gut,
Sodass ich mit dir Zeit vergeude,
Schaft dies doch tiefsten Lebensmut.

Du willst an meiner Seite stehen,
Voll von deinem warmen Licht,
Wenn auch Welten untergehen,
Weiß ich, es verlässt mich nicht.

Deine Hände leichte Führung,
In unser beider Dunkelheit,
Das Geheimnis der Berührung,
Die voll von Liebe leise schreit.

(c) Niss-Jannes Jargstorff