Gewitter

In der Ferne der Donner,
Wind streift Gesicht,
Blick in die Ferne,
Finde dich nicht.

Schließe die Augen,
flieg über die Stadt,
Trauernde Träne,
Mein Herz dich nicht hat.

So bleibt nur die Leere,
Du in weiter Ferne,
Blicke hinab;
Was bleibt ist die Schwere,
In dieser Nacht.

© Niss-Jannes Jargstorff

Hafen

Deine Augen treuer Hafen,
In dem meine Ängste fallen,
Deine Schulter gut zum Schlafen,
An der die Lasten bald verhallen.

Dein Atem eine Symphonie,
Flüsternd und doch mächtig,
Die Welt vergeht in Harmonie,
Ich hier und du so prächtig.

Dein Wort voll Wärmefunken,
So wahr hast du’s gesprochen,
Im Moment gänzlich versunken,
Hast du die Welt gebrochen.

© Niss-Jannes Jargstorff

Schwarmluft

Abendstunden schwingen,
Die Nacht langsam erwacht,
Vögel fröhlich singen,
Haben Schönheit mitgebracht.

In dieser glänzend Stunde,
Möcht’ manch ein Mensch aufgeh’n,
Das Leben, fröhlichst Kunde,
Und doch muss es vergeh’n.

Die Nacht mit ihren Schwärmen,
Aus Zweifel, Hoffnung Mut,
Will schwärmend Herz erwärmen,
Spürst du schon ihre Glut.

Die Unendlichkeit fällt leise,
Auf Tal, Fluss und mach’ Haupt,
Dass man doch zu ihr Reise,
Dem Weltmoment entraubt.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Mondaufgang

Deine Augen voll von Licht,
Der Moment mystisch aufgeladen,
Schweig, zerstör ihn nicht,
Sonst verlier ich schell den Faden.

Ein Moment der Stille,
Zwischen all der lauten Welt,
Gerade svhweigt mein Wille,
Weil er durch dich genug erhält.

Wind streift leise Bäume,
Während wir in Ewigkeit aufgehn,
Mal in dich meine Träume,
Will dich jetzt ständig bei mir sehn.

Sehnsüchtig doch befriedet,
Scheint dieser magische Moment,
In meinem Herzen Freude siedet,
Wenn ich mich zu dir wend.

Der Mond ist aufgegangen,
Über uns sein schöner Schein,
In dem Moment hab ich angefangen,
In dich verliebt zu sein.

© Niss-Jannes Jargstorff

Herzensflug

Alle Herzen fliegen zu den Sternen,
Weil Liebe sie doch kritisch traf,
Wolln frei sein doch sich nicht entfernen,
Zeichnen Gesichter in den Schlaf.

Sehnsucht in ihnen ständig brennt,
Oder hat das Feuer sie verzehrt,
Weil kein Herz in Kitsch den Schmerz erkennt,
Hat’s letztlich nur begehrt.

Wenn das Herz sehnsüchtig schreit,
Wie kann Liebe selbstlos sein,
Sind Dinge hierzu schon bereit,
Oder ist es hier nur greller Schein?

Alle Herzen fliegen hoch, höher als die Erde,
Fernab von all der Menschenschmach,
Hoffen sie das Liebe werde,
Darunter dann ihr Traum einbrach,
Sind sie doch auch die Erde,
Die voll Liebe zu ihn’ sprach,
Auf dass sie doch erst werde.

Rote Dächer

Ein Moment die Wirklichkeit verlieren,
Graue Gassen froh maskieren,
Noch einmal einen Blick riskieren.

Stille zwischen uns nur diese Blicke,
In welche ich mein Herz verstricke,
Weil ich immerzu einknicke vor dir,
Vor deiner Augen höchsten Zier,
In der ich mich zu gern verlier.

Ein Moment voll warmen Licht,
An einem Abend doch so schlicht,
Aber ich vergess ihn sicher nicht.

Abendrot hat die Stadt warm gemalt,
Dein Lächeln in mein Herz gestrahlt,
Der Moment so unbezahlt geblieben,
Tiefrot in mein Herz geschrieben,
Nun bliebe nur noch dich zu lieben.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Unbekanntes Bekennen

Dein Gesicht eingebrannt,
Tief in mein Gewissen,
Du noch unbekannt,
Und hast doch alles umgeschmissen.

Bist du Liebe oder Schwarm,
Unter all der Leere,
Bist du angenehme Kälte oder warm,
Bist du Freiheit oder Schwere,
Weiß nicht warum ich zu dir kam.

Dein Gesicht eingebrannt,
Tief in meine Träume,
Du noch unbekannt,
Und doch ich Mauern vor dir räume.

Bist du böse oder gut,
Unter all dem bösen Feind,
Machst du Verzweiflung oder Mut,
Wenn mein Herz den Moment beweint,
In dem das alles bei dir ruht.

Dein Gesicht eingebrannt,
Ganz tief und fest in meinem Herzen,
Du manchmal so unbekannt,
Und deshalb noch so voller Schmerzen,
Liebe hab ich’s schnell genannt,
Obwohl Momente Hoffnung schwärzen,
Hat sich mein Herz zu dir bekannt,
Bist so nicht mehr nur unbekannt.

(c) Niss-Jannes Jargstorff