Krisenheld

Das Zimmer zu klein,
Ewig Kreise ziehend,
Leer und Allein,
Ständig vor Gedanken fliehend.

Fenster verwaschen,
Draußen ferne Welt,
Einen Blick erhaschen,
So steht er da, ein Krisenheld.

Der Blick trocken,
Auf die Zahl der Toten,
Nichts kann mehr schocken,
Zu oft überboten.

Zukunft wird’s geben,
Irgendwie, irgendwann,
Wird er sie erleben,
Wann fängt sie an?

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Gehnde Schönheit

Deine Augen treffen mich,
Sind fast gebrochen,
Grau einen Moment verblich,
Als sie mich angesprochen.

Zerbrechlich schön gegangen,
Zeitlich nun zerschlagen,
So nimmst du mich gefangen,
Was bleibt sind deine Fragen,
Sehnsucht und stilles Verlangen,
Dich nochmal zu wagen.

Freudige Erinnerung an Nähe,
Die mein Herz gefangen nimmt,
Wenn ich dich jetzt hier so sehe,
Und mein Herz immer weiter glimmt.

Deine Schönheit, erst im Gehen,
Hab ich sie erkannt,
Wollt du bliebest etwas stehen,
Von dir noch voll gebannt,
Wirst du in der Zeit verwehen,
Hält der Moment ihr stand.

So bist du weg, im Herz präsent,
Auf ungewisse Zeiten,
Doch ich mich gerne rückwärts wend,
Wenn Liebe will mich leiten.

© Niss-Jannes Jargstorff

Feuer richtung Zukunft

Feuerwogen steigen in die Nacht,
Bald ist auch dieses Jahr vollbracht,
Alles zur Vergangenheit gemacht.

Es wird beendet und begonnen,
Was für Erinnerungen habe ich gewonnen,
Welche Träume sind zeronnen?

Lautes Knallen übertönt Schwere,
Der ungewissen Zukunft Leere,
Während ich das Jahr wegkehre.

Blick nur Zukunft hingewand,
Während das alt geliebte Jahr verschwand,
Dessen Geschichte mir bekannt.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Wahrstes Licht

Lichterglanz auf Stadt und Feld,
Dunkle Grotten warm erhellt,
Weil er sich in die Welt gestellt.

Sein Licht voll Güte einfach strahlt,
Hat Hoffnung in die Welt gemalt,
Wenn er für un’sre Schuld bezahlt.

Sterne strahlen, Engel singen,
Woll’n die Seinen zu ihm bringen,
Seine Botschaft soll erklingen.

Von Angst befreit, das Kind gesehen,
Woll’n sie noch an dem Kripplein stehen,
Will unsre Welt zur Hoffnung drehen.

So strahlt das Lichte dieser Nacht,
Das diese Welt wahr hell gemacht,
Indem es gar sich selbst gebracht.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Seefahrer

Am Meer gestanden,
Weite eingeschlossen,
Träume stranden,
Den Wind genossen,
Ängste schwanden,
Das Herz ausgegossen.

Raue Wellen schlagen,
Gischt schäumt auf,
Mein Herz fortgetragen,
Nimmt lang Anlauf,
Kopf wills heute wagen,
Sturm zieht herauf.

Sehnsucht weiter trägt,
Wilde Wasserflächen,
Das Meer um sich schlägt,
Blitze brechen,
Zweifel schon erwägt,
Träume sprechen.

Das Meer befahren,
Glück dabei gefunden,
Trotz aller Gefahren,
Stürme überwunden,
Meer wird aufklaren,
Herz ist ungebunden.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Fester Verdacht

Blick dir in die Augen,
Weiß das es Liebe ist,
Willst mir zum Heil taugen,
Weil du pure Schönheit bist.

Strahl in die Welt,
Mit deinem Schein,
Der meinem Herz so gut gefällt,
Lass uns beisammen sein.

Ewige Momente,
Erlebe ich mit dir,
Oft nur kleine Fragmente,
In den ich nicht mehr frier’.

Herz nicht von dir lässt,
In seinem in’ren Kern,
So steht es doch nun gänzlich fest,
Ich mag dich wirklich gern.

(c) 2019 Niss-Jannes Jargstorff

Augen sehn und schließen

Augen sehn und schließen,
Herz dir voll und ganz ausgießen,
Weil Ängste mich verließen.

So nackt vor dir stehen,
In deine treuen Augen sehen,
Alleine neue Wege gehen.

In die Weite streifen,
Doch nie ganz und gar begreifen,
Fragen sich einschleifen.

Freiheit genießen,
Und, wenn Zweifel sich ergießen,
Augen sehn und schließen.

(c) Niss-Jannes Jargstorff