Abendode

Der Tag in die Nacht gesunken,
Grillen singen Freudentrunken,
In die kühle Nacht hinein,
Hier steht er nun so ganz allein,
Riecht die Nacht voll Trauer und Freude.

In der Ferne Sonne winkend,
Hinterm Berge Weite sinkend,
Stille fällt über die Welt,
Nur fern die Abdendglocke schellt,
Zum Tode des Tages und Einzug der Nacht.

Die Sterne schon helle prangen,
Als Vögel letzte Lieder sangen,
Nebel steigt auf behinderte Sicht,
Das Dunkel gekommen ins Tageslicht,
Die Welt in der Wende verglühendes Rot.

So steht der Wanderer dort,
Fern von jedem großen Ort,
Gefangen im Leben und Tode,
Bestanundend harmonisch die Ode,
Der Unendlichkeit kommend in Pracht,
Zwischen Tage und Nacht.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Rote Dächer

Ein Moment die Wirklichkeit verlieren,
Graue Gassen froh maskieren,
Noch einmal einen Blick riskieren.

Stille zwischen uns nur diese Blicke,
In welche ich mein Herz verstricke,
Weil ich immerzu einknicke vor dir,
Vor deiner Augen höchsten Zier,
In der ich mich zu gern verlier.

Ein Moment voll warmen Licht,
An einem Abend doch so schlicht,
Aber ich vergess ihn sicher nicht.

Abendrot hat die Stadt warm gemalt,
Dein Lächeln in mein Herz gestrahlt,
Der Moment so unbezahlt geblieben,
Tiefrot in mein Herz geschrieben,
Nun bliebe nur noch dich zu lieben.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Sternenregen

Sonnenstrahlen brechen Licht,
Dein Gesicht vergess ich nicht,
Ist’s doch meine schönste Sicht,
Auf das komisch schöne Leben,
Das mir hat auch dich gegeben.

Wärme streift mein Herz ganz sacht,
Auch in dieser kalten Sommernacht,
Hast du sie lachend froh gebracht,
Direkt ins Herz hineingepflanzt,
Wenn du mit mir einfach tanzt.

Träume ploppen langsam auf,
Nimmst mich mit in deinen Lauf,
Magst du mich? – Ich hoff darauf,
Wenn du lange mit mir sprichst,
Und damit meine Zweifel brichst.

Langsam regnen Sterne nieder,
Liebe singt uns nächtlich Lieder,
Hoff ich seh dich immer wieder,
Nur um das noch mal zu spürn,
Und mein Leben so zu kürn.

(c) Niss-Jannes Jargstorff für S.

Feuernacht

Sonnenglanz auf deinen Augen,
Leichtigkeit sitzt tief im Herzen,
Der Moment zur Liebe taugen,
Doch wir sind nur leicht am Scherzen.

Feuerstrahlen im Gesicht,
Alte Lieder neu gesungen,
Der Moment eigentlich schlicht,
Doch Liebe in ihm angeklungen.

Sternenglanz im Himmelszelt,
Die Nacht so kalt, doch wir geblieben,
Weil uns ihr Licht so gut gefällt,
Und wir uns gerade neu verlieben.

So ist die Nacht ganz hell gemacht,
Bei aller ihrer Dunkelheit,
Weil sie das Feuer angefacht,
Das uns zur Liebe heut’ befreit.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

 

Fundstück Sonne

Sonne in deinen Blick geschrieben,
Und Mundwinkel hochgezogen,
Ich muss das gerade einfach lieben,
Sonst hätte ich mich belogen,
So kann ichs nicht verschieben.

Die Tage gehen doch du bleibst,
In meinem Kopf beständig stehn,
Weil du mit Lachen Dunkel treibst,
Werd ich in Nächten zu dir gehn,
Damit du Freude in mich schreibst.

Kann bei dir Wärme finden,
Und wenn dir ist einmal kalt,
Werd ich dir Schals umbinden,
Damit die Harmonie verwalt,
Was wir an uns so finden.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Sommersterben

Blätter fallen,
Äste brechen,
Winde hallen,
Über weite Flächen.

Sommer gegangen,
Herbst gekommen,
Ewiges Verlangen,
Hab dich mitgenommen.

Regen fällt,
Stürme toben,
Liebe hält,
Träume schweben oben.

Kalte Tage,
Du bleibst warm,
Liebe trage,
Dich in meinem Arm.

Dunkel wird,
Licht bleibst du,
Kälte klirrt,
Liebe deck uns wärmend zu.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Mein Sommertag

Himmel steht offen,
Deine Augen so vertraut,
Bin von dir getroffen,
Mein Herz pocht laut.

Dich gefunden,
Wunder werden wahr,
Mich gebunden,
An dich, sonderbar.

Licht bricht hinein,
Sonne leuchtet warm,
Es wird Sommer sein,
In deinem trauten Arm.

Zeit bleibt stehen,
Mein Herz weint still,
Muss schon gehen,
Obwohl ich’s nicht will.

Was bleibt bist du,
Dein frohes Lachen,
Deckt mich zu,
Will Träume machen.

Himmel aufgebrochen,
Sonne scheint,
Liebe leicht gerochen,
Mein Herz weint.

Voll Freude und Liebe an dir.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Für S.

Im Sommer

Liebe liegt in der Luft,
Welch ein teurer Sommerduft,
Grillenzirpen unser Lied,
Das uns von der Welt schied.

In Feldern lange liegen,
Mit dir durch Nächte fliegen,
Nie genug von dir kriegen,
Am Ende will die Liebe siegen.

Die Sonne liegt überm Land,
Liebe schwingt ihr warmes Band,
Durch alle offnen Herzen,
Verdrängt die kalten Schmerzen.

Vögel singen hell und klar,
Heute werden alte Träume wahr,
Deine Augen treffen meine,
Ich steiche über deine Beine.

Nacht will nicht mehr enden,
Will mein Herz ganz zu dir wenden,
In dieser heißen Sommerzeit,
Bis ich dann in Richtung Winter reit.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

IM Sommer

Süßer Wein

Der Wein ist süß, wie deine Augen,
Die Nacht will zum Träumen taugen,
Will mich in ferne Welten saugen.

Waren wir nicht schon mal hier,
Wo ich jetzt bewundre deine Zier,
Und noch einen Blick riskier,
Bis ich mich komplett in dir verlier.

So hab ich dich noch nie gesehen,
Meine Gedanken sich um dich drehen,
Mein Herz bleibt heut’ bei dir stehen.

(c) Niss-Jannes Jargstorff