Des Morgens

Grau wird Pastell,
Sonne erwacht,
Mystisch Nebel streifen,
Wind wehet sacht,
Morgen erstanden,
Tief aus der Nacht.

Kalt ist die Früh,
Horch wie Vögel singen,
Zu Wagen die rauschen,
Glocken erklingen,
Sonnenstrahlen,
In Kämmerchen dringen.

Die sinnliche Stunde,
Weder Nacht noch ganz Tag,
In der manche Seele,
Der Schöpfung erlag,
Tief in sich verwoben,
Den Sinn auch verbarg.

Hast Du ihn Gefunden,
Fehlt Dir die Sicht?
Er wird Dich finden,
Im morgendlich Licht,
Wird in dein Herz schreiben:
Fürchte Dich nicht!

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Herbstmorgen

Bunte Blätter springen,
In den kühlen Wind,
Der will gar pfeifend singen,
Der Tag gerade beginnt.

Noch ist alles im gehen,
Der Winter macht sich auf,
Die Bäume bleiben stehen,
Nimmt alles seinen Lauf.

Vergangen doch im kommen,
Der Wiesen schöne Pracht,
Hast du es nicht vernommen,
Der Tag folgt auf die Nacht.

© Niss-Jannes Jargstorff