Hoffnungsbild

Dein Bild fest in meiner Hand,
Dein Gesicht in meinem Kopf markant,
So steh ich am Weltenrand,
Und setz mein Herz wieder neu Brand.

Deine Augen Hoffnungssterne,
Sähe sie jetzt so gerne,
Doch sie sind weit in der Ferne,
Lösche die Laterne.

Die Nacht flüstert Träume ein,
Sollten sie vielleicht auch Taten sein,
Ich hier unten doch zu klein,
Wär so gerne trotzdem einfach dein.

Am Ende nur dein Bild geblieben,
Das durch Nächte mich getrieben,
Doch hab mich gerne ihm verschrieben,
Was bleibt ist nur dich jetzt in echt zu lieben.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Traubenlese

Sommer sinkt hinab,
Blätter fallen,
Sonne scheint,
Weil ich dich im Herzen hab,
Auch wenn Grillen verhallen,
Und der Himmel öfter weint.

Goldne Blätter wehen,
Felder schweigen,
Vögel singen,
Weil meine deine Augen sehen,
Und sie Sonnenstrahlen zeigen,
Zu den nur frohe Lieder klingen.

Herbst eingezogen,
Drachen fliegen,
Ernte ist da,
In meinem Blut die Freudenwogen,
Wenn wir beieinander liegen,
Denn wir sind uns nah,
Liebe ist wahr.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Für S.

Fundstück Sonne

Sonne in deinen Blick geschrieben,
Und Mundwinkel hochgezogen,
Ich muss das gerade einfach lieben,
Sonst hätte ich mich belogen,
So kann ichs nicht verschieben.

Die Tage gehen doch du bleibst,
In meinem Kopf beständig stehn,
Weil du mit Lachen Dunkel treibst,
Werd ich in Nächten zu dir gehn,
Damit du Freude in mich schreibst.

Kann bei dir Wärme finden,
Und wenn dir ist einmal kalt,
Werd ich dir Schals umbinden,
Damit die Harmonie verwalt,
Was wir an uns so finden.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Sommersterben

Blätter fallen,
Äste brechen,
Winde hallen,
Über weite Flächen.

Sommer gegangen,
Herbst gekommen,
Ewiges Verlangen,
Hab dich mitgenommen.

Regen fällt,
Stürme toben,
Liebe hält,
Träume schweben oben.

Kalte Tage,
Du bleibst warm,
Liebe trage,
Dich in meinem Arm.

Dunkel wird,
Licht bleibst du,
Kälte klirrt,
Liebe deck uns wärmend zu.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Mein Sommertag

Himmel steht offen,
Deine Augen so vertraut,
Bin von dir getroffen,
Mein Herz pocht laut.

Dich gefunden,
Wunder werden wahr,
Mich gebunden,
An dich, sonderbar.

Licht bricht hinein,
Sonne leuchtet warm,
Es wird Sommer sein,
In deinem trauten Arm.

Zeit bleibt stehen,
Mein Herz weint still,
Muss schon gehen,
Obwohl ich’s nicht will.

Was bleibt bist du,
Dein frohes Lachen,
Deckt mich zu,
Will Träume machen.

Himmel aufgebrochen,
Sonne scheint,
Liebe leicht gerochen,
Mein Herz weint.

Voll Freude und Liebe an dir.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Für S.

Seefahrer

Am Meer gestanden,
Weite eingeschlossen,
Träume stranden,
Den Wind genossen,
Ängste schwanden,
Das Herz ausgegossen.

Raue Wellen schlagen,
Gischt schäumt auf,
Mein Herz fortgetragen,
Nimmt lang Anlauf,
Kopf wills heute wagen,
Sturm zieht herauf.

Sehnsucht weiter trägt,
Wilde Wasserflächen,
Das Meer um sich schlägt,
Blitze brechen,
Zweifel schon erwägt,
Träume sprechen.

Das Meer befahren,
Glück dabei gefunden,
Trotz aller Gefahren,
Stürme überwunden,
Meer wird aufklaren,
Herz ist ungebunden.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Im Dreck

Im Dreck gelegen,
Fernab von jedem Segen,
Wollt sich keine Hoffnung regen.

Im Nichts gehangen,
Ständig um sich bangen,
Nur noch das traurige Verlangen.

Mich in den Schlaf zu wein,
Ein letztes Mal aufzuschrei’n,
Tränen waschen mein Herz rein.

Es ist Nacht geworden,
Es komm’ die Zweifelshorden,
Woll’n letzte Hoffnung auch ermorden.

So ist da nur Schweigen,
Macht sich mich ganz zu eigen,
Will gefall’ne Träume leise zeigen.

Diese Nacht,
Hat Angst gebracht,
Und Hoffnung auf den Tag.

(c) Niss-Jannes Jargstorff