Graue Weiten

Regentropfen fall’n ins Meer,
Werfen Wellen die vergehn,
Im Sturm der Grauen Weite,
Klamotten nass, vom Regen schwer,
Der Wind fegt von der Seite.

Wellen brechen, lautes Grollen,
Will Donner übertönen,
Die Symphonie voll Dunkelheit,
Lausch auf ihr furchtsam stöhnen.

Zerbrochen liegt hier alles da,
Tot auf den Strand geladen,
Im weinen, brausen tiefen Grau,
Sieh, wie groß der Schaden.

Die Seite Leer, das Dunkel nah,
Der Sturm gar hämisch lachet,
Das Dunkel da, doch Glaube hell,
Das dort doch jemand wachet.

Regentropfen fall’n ins Meer,
Werfen Wellen ihm zum Trotz,
Im Sturm der auch hat Ende,
Klamotten nass, von tiefer Wehr,
Gar hoffend auf die Wende.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Herbstmorgen

Bunte Blätter springen,
In den kühlen Wind,
Der will gar pfeifend singen,
Der Tag gerade beginnt.

Noch ist alles im gehen,
Der Winter macht sich auf,
Die Bäume bleiben stehen,
Nimmt alles seinen Lauf.

Vergangen doch im kommen,
Der Wiesen schöne Pracht,
Hast du es nicht vernommen,
Der Tag folgt auf die Nacht.

© Niss-Jannes Jargstorff

Schwere Tropfen

Schwere Tropfen fallen,
Laut auf den Asphalt,
Wo ihre Wellen wallen,
Mit trauriger Gewalt.

Regen ist geworden,
Da wo noch Sonne war,
Fällt er ein sie ermorden,
Der Himmel niemals klar.

Die Tropfen fallen ein,
Wolln die Welt ertränken,
Machen das Große klein,
Die Freude sie versenken.

Der Regen immer grau,
Nass und kalt gefallen,
Die Wetterlage rau,
Die lichter schnell verhallen.

Doch zwischen all den Tropfen,
In lauter Symphonie,
Will mein Herz stärker klopfen,
Sein Licht verliert es nie.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Tote Blätter

Blätter fallen in den Herbst hinein,
Mein Herz wird wieder klein,
Lange gibts kein Sonnenschein.

Winde wehen schwer ins Herz,
Tief in ihm ein wehmütiger Schmerz,
Wann wirds endlich wieder März?

Sommer vergangen, Herbst gekommen,
Hat die Sonne mitgenommen,
Freude im Regen weggeschwommen.

Tote Blätter fallen leise in die Pfütze,
Regen und Nebel, Graue Grütze,
Wozu Sind Liebe, Freude Leben hier noch nütze?

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Herbstlaub

Laub fliegt durch die Nacht,
Mein Herz leis am Fenster wacht,
Hat Sehnsucht neu entfacht.

Flöge ich doch nur mit dem Laub,
Doch meine Flügel bleiben taub,
So bleib ich hier im alten Staub.

Wär gern dort in der Weite,
Wo ich vom Teaum zum Leben schreite,
Mich nur von Sternen leite.

Wo Berge tiefe Täler einfach schützen,
Dort muss niemand etwas nützen,
Wo Einklang und Vertrauen Leben stützen.

Dort, wo Liebe wahrlich ist,
Und man an ihr sein Handeln neu bemisst,
Und Vertrauen Ängste frisst.

Doch ich bleibe einfach stehen,
Während Träume neu vergehen,
Kann das Laub schon nicht mehr sehen.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Traubenlese

Sommer sinkt hinab,
Blätter fallen,
Sonne scheint,
Weil ich dich im Herzen hab,
Auch wenn Grillen verhallen,
Und der Himmel öfter weint.

Goldne Blätter wehen,
Felder schweigen,
Vögel singen,
Weil meine deine Augen sehen,
Und sie Sonnenstrahlen zeigen,
Zu den nur frohe Lieder klingen.

Herbst eingezogen,
Drachen fliegen,
Ernte ist da,
In meinem Blut die Freudenwogen,
Wenn wir beieinander liegen,
Denn wir sind uns nah,
Liebe ist wahr.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Für S.

Sommersterben

Blätter fallen,
Äste brechen,
Winde hallen,
Über weite Flächen.

Sommer gegangen,
Herbst gekommen,
Ewiges Verlangen,
Hab dich mitgenommen.

Regen fällt,
Stürme toben,
Liebe hält,
Träume schweben oben.

Kalte Tage,
Du bleibst warm,
Liebe trage,
Dich in meinem Arm.

Dunkel wird,
Licht bleibst du,
Kälte klirrt,
Liebe deck uns wärmend zu.

(c) Niss-Jannes Jargstorff