Langsame Stille

Langsam legte sich Stille übers Land,
Stille, die jedem bekannt,
Stille dessen Ursprung nie genannt.

Es war eine Stille geprägt von Trauer,
Stille mit diesem ungeheuren Schauer,
Stille bei der Tod liegt auf der Lauer.

Ein bitterlicher Geschmack war in meinem Munde,
Wo sind am Ende die Menschlichen Bunde,
Stille macht in Gesichtern die Runde.

Ein Schluchzen ist nun zu vernehmen,
So bitterliche Tränen die mich lähmen,
Es muss sich doch ein jeder schämen.

Ich will nur noch stehen,
Nicht mehr weiter gehen,
Ich will nur noch flehen.
Nun muss ich vergehn,
Komm zu stehn,
muss nichts mehr sehn.

Bin nun vergangen,
Endlich nicht mehr das verlangen,
Endlich nicht mehr umsonst bangen.

Erlöst im Tode wurde ich,
Nun ist’s ganz feierlich,
Das ich verloren habe mich,
weil ich verloren habe dich.

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