Abendhain

Abendwolken fliegen,
Rotes Licht erstrahlt,
Doch die Nacht wird siegen,
Der Tag von ihr zermahlt.

So will ich willig liegen,
Die Sterne glänzen sehn,
Das Dasein sich verstecket,
Die Lichter wollen gehn,
Wenn Dunkelheit bedecket,
Wind Träume will verwehn.

Der Tage schon gegangen,
Die Nacht langsam erwacht,
Sie wollen Herzen fangen,
Die Stunden dieser Pracht.

Spürst du schon das Verlangen,
Der weiten Haine fern,
Von dieser Welt gelegen,
Und doch in ihrem Kern,
So glänzed doch der Segen,
Des Vaters, Gottes, Herrn.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

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