Herbstmorgen

Bunte Blätter springen,
In den kühlen Wind,
Der will gar pfeifend singen,
Der Tag gerade beginnt.

Noch ist alles im gehen,
Der Winter macht sich auf,
Die Bäume bleiben stehen,
Nimmt alles seinen Lauf.

Vergangen doch im kommen,
Der Wiesen schöne Pracht,
Hast du es nicht vernommen,
Der Tag folgt auf die Nacht.

© Niss-Jannes Jargstorff

Abendsäuseln

Winde rauschen langsam,
Die Sonne untergeht,
Aus diesem toten Tage,
Die Nacht schwärmend ersteht.


In einer kurz Sekunde,
Man es schon spüren kann,
Dort, wo das Enden endet,
Fängt ewig neues an.


Die Ewigkeit im flüstern,
Singt Ammenlieder fein,
Der Ort wo sie geboren,
Muss ewig, göttlich sein.


So gibt der Abend fröhlich,
Heraus an diesem Tag,
Das Geheimnis in dem alles,
Das Ewig finden mag.

© Niss-Jannes Jargstorff

Wahrstes Licht

Lichterglanz auf Stadt und Feld,
Dunkle Grotten warm erhellt,
Weil er sich in die Welt gestellt.

Sein Licht voll Güte einfach strahlt,
Hat Hoffnung in die Welt gemalt,
Wenn er für un’sre Schuld bezahlt.

Sterne strahlen, Engel singen,
Woll’n die Seinen zu ihm bringen,
Seine Botschaft soll erklingen.

Von Angst befreit, das Kind gesehen,
Woll’n sie noch an dem Kripplein stehen,
Will unsre Welt zur Hoffnung drehen.

So strahlt das Lichte dieser Nacht,
Das diese Welt wahr hell gemacht,
Indem es gar sich selbst gebracht.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Wüstenmund

Worte verblassen im Regen,
Das Feuer will sich nicht legen,
Doch Herz will Zweifel hegen.

Der Mund bleibt trocken,
Zweifel werden meine Worte blocken,
Bin ich doch zu erschrocken.

Stille bleibt bestehen,
Allen Mut nochmal zusammennehmen,
Dann die Angst neu eingestehen.

Worte nie gesprochen,
Die standig im Herzen pochen,
Von Zweifeln zerstochen.

Sollt die Worte sprechen,
Doch kann Schweigen nicht brechen,
Später wirds sich sicher rächen.

So schweig ich mein Herz wund,
Meine Worte verhall’n im Wüstenmund,
Tat nie meine tiefsten Wote kund.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Maschinen

Ausgebrannte Kerzenlichter,
Traurig, leer sind die Gesichter,
Takt ist Leben,
Nach mehr Takten wollen wir streben.
Immer weiter laufen,
Letzte Kraft zusammenraufen,
Alternativlosigikeit,
Verzweifelt einzeln einer schreit.
Doch er wird verhallen,
Viele sind doch schon gefallen,
Unsre Herzen ausgebrannt,
Hoffnung gänzlich unbekannt.

(c) Niss-Jannes Jargstorff

Hinter dem Leuchten

Wie gut ich mich an die Nacht erinnerte, in der du mich fragtest was ich täte und ob ich wohl die Sterne beobachtete. Ich antwortete dir nur, ich würde hinter die Sterne schauen, du tat’st es als Schwärmerei ab, aber ich hatte hinter die Sterne geschaut, als sie sich in deinen wunderschönen Augen spiegelten um mir die Tiefe und Weite zu offenbaren, die Liebe hatte. Ach wahrlich wahrscheinlich war ich verliebt und wahrlich wahrscheinlich bin ich’s noch immer. Aber bestimmt nicht nur in deine Augen, sondern in das, was dahinter noch im Dunkel liegt und nur durch kleine Lichtfunken aufzuleuchten vermag, für mich aber schon eine Kerze in der Dunkelheit anzuzünden vermag.

Kleine Welt

Meine Welt wird immer klein,
Wenn ich anfange zu wein’,
Gefang in blau der Tränen,
Nicht nach Hoffnung sehnen.

Mauern fang’ meine Seele ein,
Wenn ich dann weiter wein’,
Und Lichter verschwinden,
Mich in der Trübsal finden.

Ich will nicht mehr weiter sein,
Wenn ich immer wieder wein’,
Dunkelheit eingezogen,
Zu oft um Trän’ herum gelogen,
Mich dabei nur selbst betrogen.

(c) Niss-Jannes Jargstorff